, Aegerter Klaus

Saisonstart geglückt

Zwei Jahre Pandemie führten zu kuriosen Meisterschaften mit vielen Forfaits, keinen Auf- und Absteigern und angepassten Rahmenbedingungen. Deshalb freuen sich alle auf eine regulär durchgeführte Mannschaftsmeisterschaft, in welcher sich der Schachklub Spiez gerne in der zweiten Liga halten würde.

Das erste Meisterschaftsspiel konnten die Oberländer zu Hause austragen. Sie trafen auf den Schachklub Bantiger, von dem man nicht so recht wusste, in welcher Aufstellung er antreten würde. Die Spiezer ihrerseits konnten in der stärkstmöglichen Aufstellung spielen und waren an den meisten Brettern besser besetzt als der Gegner. Dennoch musste mit einem harten Kampf gerechnet werden.

Am dritten Brett spielte die einzige Dame der Partie, Hannelore Svendsen, gegen Raphael Samuel. Die Partie war über die ganze Distanz ausgeglichen und die beiden Spieler einigten sich schliesslich auf ein Remis. Am dritten Brett war der einheimische Klaus Aegerter zu favorisieren. Sein Gegenüber, Raphaël Racine, leistete zähen Widerstand, geriet dann unter Druck und nach dem Einstellen einer Figur gab er auf. Die Oberländer gingen in Führung. Am letzten Brett war Stephan Bachofner am Werk, der nach dem Weihnachtsopen in Zürich in der Führungsliste weit unter seine Stärke gefallen war. In einem ausgeglichenen Kampf ergab sich ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das bekanntlich eine grosse Remisbreite hat. Auch in diesem Spiel war das logische Resultat ein Unentschieden. Am zweiten Brett mass sich Peter Nyffeler - auch Mitglied im Schachklub Bantiger! - mit einem alten Bekannten, Heinz Ernst. Auch hier war lange kein Spieler im Vorteil, ehe Peter Nyffeler einen entscheidenden Bauerngewinn tätigen konnte. Spiez ging mit 3 zu 1 in Führung. Während am ersten Brett Ruedi Thomann gegen einen stärkeren Gegner etwas in Rücklage war, schien am vierten Brett Peter Trachsel gegen den Doyen des Gegners, Hugo Villiger, einen sicheren halben Punkt einzufahren, was den Oberländern den Sieg gebracht hätte. Aber Peter lehnte das Remisangebot seines Widersachers ab, in der Meinung einen Bauern gewinnen zu können und so einen ganzen Punkt einzufahren. Aber er verschätzte sich uns der Schachklub Bantiger holte auf 3 zu 2 auf und konnte wieder hoffen. Am ersten Brett hatte aber der Wind wieder gekehrt. Ruedi Thomann erreichte in einem Spiel mit sehr ungleicher Materialverteilung eine überlegene Stellung und konnte seinen Gegner matt setzen.

Der Schachklub Spiez konnte so seine erste Partie der neuen SMM erfolgreich gestalten und so einen ersten Schritt in Richtung Ligaerhalt tun!